AILINGEN – Am vergangenen Samstagnachmittag trat der TSV Altshausen zum Wettkampf in der Landesliga bei der WKG KTV Oberschwaben I an. In der Ailinger Schulsporthalle mussten sich die Gäste zwar mit 270,30 zu 289,45 Punkten geschlagen geben, zeigten aber gegen den Favoriten und voraussichtlichen Meister der Landesliga eine durchweg überzeugende und geschlossene Mannschaftsleistung.
Der Wettkampf begann am Boden vielversprechend. Mit 50,45 zu 52,35 Punkten hielt der TSV Altshausen den Rückstand gegen die starken Oberschwaben mit nur knapp zwei Punkten Differenz gering. Dennoch zeichnete sich am Pauschenpferd die Vorentscheidung ab: Hier präsentierte sich die KTV Oberschwaben extrem sicher und turnte sich mit einem Vorsprung von neun Punkten (48,05 zu 39,10) deutlich davon.
Spannung an den Ringen und am Reck
Besonders beeindruckend war die Reaktion des TSV an den Ringen. In einem hochklassigen Durchgang fehlte am Ende das Quäntchen Glück zum Gerätesieg: Mit 47,10 zu 47,70 Punkten blieb lediglich eine hauchdünne Differenz von sechs Zehnteln zugunsten der Gastgeber übrig. Linus Kunze glänzte hier mit der Tageshöchstnote von 12,90 Punkten.
Nachdem der Sprung (44,45 zu 48,35) und der Barren (47,00 zu 50,15) wieder klarer an die Oberschwaben gingen, mobilisierte der TSV am Reck noch einmal alle Kräfte. Eigentlich ist das Reck eines der schwächsten Geräte des TSV. Durch einige Patzer der KTV war der Sieg an diesem Gerät jedoch in greifbarer Nähe. Letztlich ging dieses Gerät jedoch mit 42,85 zu 42,20 Punkten knapp an die Oberschwaben. Obwohl die Gerätepunkte mit 12:0 deutlich an die KTV Oberschwaben gingen, konnte der TSV Altshausen erhobenen Hauptes die Heimreise antreten.
Kurioses Saisonende: Kampfloser Sieg zum Abschluss
Eigentlich hätte am kommenden Wochenende der große Saisonabschluss vor heimischem Publikum in der Sporthalle Altshausen stattfinden sollen. Doch dazu wird es nicht mehr kommen. Der Gegner, der TSV Wernau II, wird nicht antreten.
Damit erhält der TSV Altshausen den Wettkampfsieg sowie alle Gerätepunkte automatisch gutgeschrieben. Was mit Blick auf die Tabelle erfreulich ist, hinterlässt bei der Mannschaft jedoch einen fahlen Beigeschmack. „Es ist sehr schade, dass die Saison so endet und wir unseren Fans zu Hause keinen letzten echten Wettkampf mehr zeigen können“, so der Tenor aus der Mannschaft.